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Alpinparadies Österreich inmitten zahlreicher 3000er

Die Franz Senn Hütte ist ein optimaler Ausgangspunkt für anspruchsvolle Bergtouren und Schihochtouren. 

Der Zustieg zur Hütte erfolgte von der Oberissalm im hinteren Oberbergtal, einem Seitental des Stubaitales (ca. 1 1/2 Stunden Gehzeit). Im Winter ist der Ausgangspunkt für den Zustieg Seduck (ca. 3 Stunden Gehzeit mit Tourenschi).
Der Aufstieg gestaltete sich problemlos, ein Kennenlernen der 17 Teilnehmer, Akklimatisation und ein vertraut machen mit LVS und Material, sowie die einzigartige Landschaft, machten die Tour kurzweilig. Angekommen, machte sich Andi S. mit einer Gruppe auf, einen schönen Hang im Bereich Stiergschwez-Gschetzgrat zu erkunden. Der Rest  gönnte sich auf der Terrasse der Hütte ein „Weizen“. Die Kälte trieb uns schlussendlich in die Hütte.

Im Anschluss wurde im Nahbereich der Hütte unter anderem Seiltechnik und Spaltenbergung, fleißig und engagiert bis kurz vor der Dämmerung trainiert. Abendessen, ein gutes Tröpferl und Tourenplanung beendeten den Anreisetag. 

2.Tag, Frühstück zw. 06.30 Uhr und 07.30 Uhr. Nebelig und leichter Schneefall, jedoch gute Prognose für den Tagesverlauf bei gleichbleibender Lawinengefahr.
08.00 Uhr – Teambesprechung mit Bekanntgabe des Tourenzieles, Gruppen- und Materialaufteilung, Abmarsch 09.00 Uhr.
Das Wilde Hinterbergl 3288m, über 3 „Ferner“ (Alpeiner Ferner, Verborgen-Berg-Ferner und dem Bergglasferner).

Zunächst mäßig steigend bis zum Aufschwung auf den Gletscher, über Steilstufen und Ewiges Eis erreichen wir gegen Mittag auf ca. 3100m die Turmscharte. (Guide Martin, unser Wetterfrosch, sagte für 10.00 Uhr Sonnenschein voraus, der auch auf dem Punkt zutraf). Unterhalb der steil aufragenden Turmscharte machten wir, bis auf einen in der Sonne dösenden Alpinisten, Mittag. Sonst keine Menschenseele unterwegs.
Kurze Besprechung, wer die Kletterei auf die hohe Turmscharte mit ca. 40Hm in Angriff nimmt. Skier auf den Rucksack geschnallt und ab in die Senkrechte. Auf die Schneebrettgefahr in diesem Bereich wurden wir vorab hingewiesen.

Die Schlüsselstelle, kurz nach dem Einstieg, meisterten alle, danach durchgehendes Fixseil bis zum Ausstieg. Nicht „ohne“ zurückschauen auf unseren Mittagsplatz. Das restliche Team fuhr mit Guide Martin bei „Schmankerl Verhältnissen“ Richtung Stützpunkt ab.
Auf dem Bergglasferner auf 2900m,  erwarteten uns sehr heikle Spaltenzonen, auf die es zu Achten galt. Skier wieder angeschnallt und ab auf´s Wilde Hinterbergl, welches wir nach ca. 40min. erreichten. Die Abfahrt auf sanften Hängen bis zum Einstieg Turmscharte genossen alle sichtlich.

In die Turmscharte wurde bis zum Einstieg abgeseilt und auch von allen gut beherrrscht. In zwei Kleingruppen machten wir uns auf den Weg. Uns standen noch beinahe 1200Hm Abfahrt bevor. Die Hänge im oberen schattigen Bereich waren schwer,  im unteren Drittel sehr gut zu befahren. Bei Einbruch der Dämmerung, erreichten wir kurz nach 17.00 Uhr die Hütte.

Fazit: ca. 8 Std. und 1300 Gesamt Hm, Wetter im Tagesverlauf zunehmend freundlicher, nach der Turmscharte im Gipfelbereich jedoch immer wieder sehr dichte Wolkenfetzen, Schneeverhältnisse von Pulver bis Harschdeckel alles dabei.

Eine Tour die vom Anspruch her für jeden etwas bietet, eine der beliebtesten im Tourengebiet der Franz-Senn-Hütte.

3.Tag, Frühstück 06.30 Uhr bis 07.30 Uhr. Sonnenschein bei stahlblauem Himmel. 07:45 Uhr Touenbesprechung und Bekanntgabe des Tourenziels, 08:40 Uhr Abmarsch.

Kräulscharte 3069m, Innere Sommerwand 3123m über den Sommerwandferner.

Von der Hütte über das Stiergschwez, nach einer Stufe auf den Sommerwandsee und über einen Rücken auf den Sommerwandferner, welcher geringe Spaltengefahr birgt. Am Zustieg konnten wir südöstlich der Kräulscharte einen traumhaften Hang wahrnehmen. Ohne Worte waren wir uns einig, „der gehört uns“. Vorerst stetig ansteigend, danach mit Entlastungsabständen bis zur östlichen Kräulscharte steil empor. Ein Hanggefälle und Pulver vom Feinsten stand uns bevor.

Sichtlich begeistert vom „kanadischen Pulver“ genossen wir diese Abfahrt mit Gänsehaut am Rücken. Auch die übrigen Hänge bis zum Stützpunkt erwiesen sich als perfekt. Ein Schmankerltag der  von allen Teilnehmern bestätigt wurde. Beim Zustieg machte Andi mit seiner Gruppe einen „Abstecher“ auf den Gschwezgrat, unterhalb Skidepot, kurzer steiler Aufstieg und Gratbegehung bei herrlicher Aussicht, jedoch nicht geeignet für den letzten Tag, da zu wenig Schnee zum Abfahren.

Fazit: ca. 5,30 Std und 1200 Gesamt Hm, Wetter „kitschig“, Schneeverhältnisse „kanadischer Pulver“.

Eine Tour für Jeden, leichter Anstieg über den Sommerwandferner und herrliche Pulverhänge mit der optimalen Steilheit. Bemerkung: Eine Begehung der Inneren Sommerwand wurde auf Grund fehlendem Fixseil (Gratkletterei I-II) abgesehen. Den Tag haben wir auf der Sonnenterrasse mit viel Sonnencreme, Erzählungen des Erlebten und dem einen oder anderen „Weizen“ od. „Achterl“ vom Feinsten, relaxt und easy ausklingen lassen.

4.Tag, Abreisetag, Frühstück wie oben, Packen und „Andirndln“, Abfahrt bis zur Alpeiner Alm 2039m, von dort Aufstieg auf den Horntalspitz. Bei der Abfahrt hatten wir im oberen Teil einen leicht durchfeuchteten Pulverschnee und  teilweise leichten Harschdeckel. Ab 2500hm Firnverhältnisse die besser nicht sein konnten. Retour nach Seduck zu den Fahrzeugen. Heimreise.

Danke schön war´s.